Silikatfarbe verkieselt mit dem Untergrund statt nur auf ihm zu haften. Das macht sie langlebig und diffusionsoffen — aber sie stellt Bedingungen.
Der Untergrund muss mineralisch sein
Kalk-, Zement- und Kalkzementputze sind geeignet. Auf alten Dispersionsanstrichen haftet reines Silikat nicht; dort kommen Dispersionssilikatfarben in Frage, die einen kleinen Kunststoffanteil enthalten. Ob der Altanstrich runter muss, klären wir mit einer Kreuzschnitt- und einer Wasserprobe an mehreren Stellen.
Wo sie ihre Stärke ausspielt
- In Räumen mit hoher Feuchtebelastung, weil die Wand Feuchtigkeit abgeben kann
- Auf Fassaden, weil sie UV-stabil ist und kaum verschmutzt
- Im Denkmalbestand, wo diffusionsoffene Systeme oft vorgeschrieben sind
Was sie kostet
Das Material liegt etwa 40 bis 70 Prozent über einer guten Dispersion. Der Aufwand steigt zusätzlich, weil Silikat sauberes Abkleben verlangt — Spritzer auf Glas und Naturstein sind schwer zu entfernen. Über die Standzeit gerechnet gleicht sich das im Außenbereich meist aus, im Innenraum nicht immer.