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Silikatfarbe im Altbau: wann sie sich lohnt

Silikat ist diffusionsoffen und langlebig, aber nicht überall die richtige Wahl. Ein Überblick über Untergründe, Kosten und Grenzen.

Beitragsbild: Silikatfarbe im Altbau: wann sie sich lohnt
Material · 28. Januar 2026 · Lesezeit rund 4 Minuten

Silikatfarbe verkieselt mit dem Untergrund statt nur auf ihm zu haften. Das macht sie langlebig und diffusionsoffen — aber sie stellt Bedingungen.

Der Untergrund muss mineralisch sein

Kalk-, Zement- und Kalkzementputze sind geeignet. Auf alten Dispersionsanstrichen haftet reines Silikat nicht; dort kommen Dispersionssilikatfarben in Frage, die einen kleinen Kunststoffanteil enthalten. Ob der Altanstrich runter muss, klären wir mit einer Kreuzschnitt- und einer Wasserprobe an mehreren Stellen.

Wo sie ihre Stärke ausspielt

  • In Räumen mit hoher Feuchtebelastung, weil die Wand Feuchtigkeit abgeben kann
  • Auf Fassaden, weil sie UV-stabil ist und kaum verschmutzt
  • Im Denkmalbestand, wo diffusionsoffene Systeme oft vorgeschrieben sind

Was sie kostet

Das Material liegt etwa 40 bis 70 Prozent über einer guten Dispersion. Der Aufwand steigt zusätzlich, weil Silikat sauberes Abkleben verlangt — Spritzer auf Glas und Naturstein sind schwer zu entfernen. Über die Standzeit gerechnet gleicht sich das im Außenbereich meist aus, im Innenraum nicht immer.


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