Dunkle Wandtöne sind in Bildstrecken überall. In echten Wohnungen scheitern sie häufig an drei Dingen: Licht, Untergrund und Ausbesserbarkeit.
Licht ist der begrenzende Faktor
Ein tiefes Petrol wirkt in einem Südzimmer mit drei Metern Deckenhöhe ruhig und satt. Im Nordzimmer mit 2,45 m schluckt derselbe Ton so viel Licht, dass die Beleuchtung tagsüber mitlaufen muss. Wir empfehlen deshalb, Farbmuster nicht im Baumarkt, sondern an der eigenen Wand zu beurteilen — morgens, mittags und abends.
Dunkle Töne verzeihen nichts
Jede Unebenheit im Putz, jede Spachtelstelle und jeder Rollansatz ist bei dunklen Farben sichtbar. Praktisch heißt das: höhere Spachtelqualität, mehr Schleifarbeit, oft ein dritter Anstrich. Rechnen Sie mit 20 bis 35 Prozent Mehraufwand gegenüber einem hellen Ton.
Wann es sich lohnt
- Auf einer einzelnen Wand statt im ganzen Raum
- In Fluren und Gäste-WCs, wo ohnehin Kunstlicht dominiert
- Wenn der Untergrund neu verputzt oder frisch beplankt ist
Wenn Sie unsicher sind: Wir streichen zwei Musterflächen von je einem Quadratmeter, bevor die Bestellung rausgeht. Das kostet einen halben Tag und verhindert teure Umentscheidungen.