Stoffkunde: Warum wir Leinen lieben
Leinen ist ein eigensinniger Stoff – und genau deshalb lieben wir ihn. Er knittert, er lebt, er verändert sich. Wer glatte Perfektion sucht, wird mit ihm nicht glücklich. Wer Charakter mag, umso mehr.
Woher Leinen kommt
Gewonnen wird Leinen aus der Flachspflanze, die vor allem in Europa wächst und dabei wenig Wasser und kaum Pflanzenschutz braucht. Das macht ihn zu einer der ressourcenschonendsten Naturfasern überhaupt.
Warum er im Sommer überzeugt
Leinen nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie schnell wieder ab. Er fühlt sich kühl an und trocknet zügig – ideal für warme Tage. Und je öfter man ihn wäscht, desto weicher wird der Griff.
Der richtige Umgang
Unser Tipp: Leinen bei 30 bis 40 Grad waschen, feucht aufhängen, den Rest macht das Gewicht des Stoffs. Das leichte Knittern gehört dazu – es ist kein Makel, sondern das Wesen des Materials.